Austauschpflicht für alte Heizkessel nach der EnEV 2014

In der EnEV 2009 bestand die Anforderung ( § 10 ), dass Eigentümer von Gebäuden „Heizkessel, die mit flüssigen oder gasförmigen Brennstoffen beschickt werden und vor dem 01. Oktober 1978 eingebaut oder aufgestellt worden sind, nicht mehr betreiben“ dürfen.

In der EnEV 2014 haben sich die Anforderungen verändert:
Es besteht ab 2015 die Austauschpflicht für alte Heizkessel ab 1985.
Heizkessel, die in 2015 älter als 30 Jahre sind, dürfen somit nicht mehr verwendet werden.

Die neuen Anforderungen zur Austauschpflicht alter Heizkessel greift allerdings nicht sofort. Laut Pressemitteilung 223/2013 der Bundesregierung treten die Veränderungen „erst sechs Monate nach der Verkündung“ in Kraft.

Ausnahmen

Niedertemperaturkessel und Brennwertkessel sind explizit von der Nachrüstpflicht ausgenommen.
Die Austauschpflicht für alte Heizkessel greift also im Falle von alten Standardkesseln / Konstanttemperaturkesseln.

Heizkessel mit einer Leistung unterhalb von 4 Kilowatt und über 400 Kilowatt sind hiervon nicht betroffen.

Ebenso Heizgeräte, deren „Brennstoffe von den marktüblichen flüssigen und gasförmigen Brennstoffen erheblich abweichen„.

Die Regelung nimmt „Anlagen zur ausschließlichen Warmwasserbereitung“, und „Küchenherde und Geräte, die hauptsächlich zur Beheizung des Raumes, in dem sie eingebaut oder aufgestellt sind, auslegt sind, daneben aber auch Warmwasser für die Zentralheizung und sonstige Gebrauchszwecke liefern“ aus.

„Bei Wohngebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine Wohnung am 01. Februar 2002 selbst bewohnt hat, sind die Pflichten […] erst im Falle eines Eigentümerwechsels nach dem 01. Februar 2002 von dem neuen Eigentümer zu erfüllen.“
Die Frist zur Erfüllung für den neuen Eigentümer beträgt zwei Jahre.